Metadaten für deinen Musik-Release: Titel, Credits, Codes richtig angeben
Metadaten sind alle Angaben, die zu deinem Song gehören: Titel, Artist-Name, Mitwirkende, Genre, Sprache, Jahr, Rechteinhaber und die Codes, über die Stores und Abrechnung deinen Track erkennen. Sind sie falsch oder unvollständig, lehnen die Stores den Release ab, Credits landen beim Falschen oder dein Song erscheint auf der Seite eines anderen Artists. Hier gehen wir die wichtigsten Felder der Reihe nach durch, so wie sie auch im Release-Wizard von OGRECORDS™ vorkommen.
Titel und Artist-Name: nur das, was wirklich dazugehört
Ins Titelfeld gehört nur der Name des Songs. Zusätze wie „prod. by“, „Official Audio“, „Free Download“ oder Emojis lehnen die Stores ab. Ein Gast-Artist steht nicht in Klammern hinter dem Titel, sondern wird als Featured Artist im eigenen Feld eingetragen. Die Stores setzen das „feat.“ dann selbst in ihrer üblichen Schreibweise. Versionen wie „Remix“, „Acoustic“ oder „Live“ sind dagegen erlaubt, wenn es sich wirklich um eine solche Version handelt.
Schreib Titel normal, nicht komplett in Großbuchstaben, außer es ist wirklich Teil des Namens oder eine Abkürzung. Achte darauf, dass dein Artist-Name bei jedem Release exakt gleich geschrieben ist. Schon ein zusätzliches Leerzeichen oder ein anderer Buchstabe kann dazu führen, dass ein Store eine zweite Artist-Seite anlegt. Und was auf dem Cover steht, muss zu Titel und Artist-Name in den Metadaten passen.
Credits: wer geschrieben, gespielt und produziert hat
Für jeden Track brauchst du mindestens einen Composer und einen Lyricist. Ohne diese beiden Angaben nehmen die Stores den Release nicht an. Apple Music verlangt zusätzlich Credits für die Performance, also wer singt oder spielt, und für die Produktion. Bei OGRECORDS™ trägst du diese Angaben im Schritt Credits & Splits pro Track ein.
Songwriter gibst du mit ihrem Klarnamen an, also Vor- und Nachname wie im Ausweis. Über diese Namen werden die Rechte an der Komposition zugeordnet. Produzenten und Engineers dürfen ihren Künstlernamen verwenden. Trag die Credits so vollständig ein, wie du kannst. Sie erscheinen auf den Credit-Seiten der Stores und sind oft das, worüber Kollegen dich finden.
℗ und ©: wem was gehört
Die ℗-Zeile nennt den Inhaber der Aufnahme, also des Masters, zusammen mit dem Jahr der Veröffentlichung, zum Beispiel „℗ 2026 Dein Name“. Bringst du deine Musik selbst raus, steht dort dein Artist-Name oder der Name deines Labels.
Die ©-Zeile nennt den Rechteinhaber am Release als Gesamtwerk, wozu vor allem Artwork und Begleittexte gehören, ebenfalls mit Jahr. Bei Self-Releases steht hier meist derselbe Name wie bei ℗. Bei OGRECORDS™ ist die Vereinbarung nicht exklusiv, und deine Master bleiben zu 100 % bei dir. Deshalb gehört in die ℗-Zeile dein Name, nicht unserer.
Genre, Sprache und Explicit-Kennzeichnung
Wähle ein Hauptgenre, das zu dem passt, was Hörer in dieser Kategorie erwarten, und optional ein zweites. Ein falsches Genre führt dazu, dass dein Song in Listen und Empfehlungen neben Musik auftaucht, die mit deiner nichts zu tun hat. Lieber das naheliegende Genre wählen als ein ausgefallenes, das kaum jemand sucht.
Gib die Sprache an, in der gesungen wird, und markiere Tracks mit explizitem Text als explicit. Eine fehlende Kennzeichnung kann dazu führen, dass ein Store den Release zurückweist. Pro Track und fürs Cover gibst du außerdem an, ob und wie viel KI beteiligt war. Diese Angabe ist bei OGRECORDS™ Teil des Wizards und sollte ehrlich ausgefüllt werden.
ISRC und UPC: die Codes für Aufnahme und Release
Ein ISRC identifiziert eine einzelne Aufnahme, ein UPC das ganze Release. Über diese Codes ordnen Stores Streams und Einnahmen deinem Song zu. Wichtig: Eine Aufnahme behält ihren ISRC für immer. Erscheint derselbe Song später auf einem Album, bekommt er dort denselben ISRC, keinen neuen. Mehr dazu im Glossar unter ISRC.
Bei OGRECORDS™ vergeben wir ISRC und UPC automatisch. Hast du schon einen ISRC, etwa weil der Song früher über einen anderen Vertrieb erschienen ist, trägst du ihn einfach ein. Bindestriche entfernt das System automatisch, du kannst ihn also so eintragen, wie er auf deiner alten Abrechnung steht.
Splits und Prüfung vor dem Absenden
Haben mehrere Leute an einem Song gearbeitet, legst du im selben Schritt fest, wer welchen Anteil an den Einnahmen bekommt. Du kannst beliebig viele Empfänger eintragen, pro Track oder für das ganze Release. Die Einladungen an deine Split-Partner gehen raus, sobald das Release ausgeliefert ist. Mehr dazu unter Royalty-Splits.
Im letzten Schritt prüft der Wizard deine Angaben, bevor das Release an die Stores geht. Nimm dir die Zeit, Titel, Namen und Credits dort noch einmal zu lesen. Was nach der Auslieferung geändert werden muss, dauert deutlich länger als ein Tippfehler, den du vorher findest. Wie der ganze Ablauf aussieht, steht auf der Seite zum Musikvertrieb.
Leg dein nächstes Release bei OGRECORDS™ an und geh die Metadaten Schritt für Schritt im Wizard durch.