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26. August 2026· 3 Min. LesezeitGrundlagen

Master-Check vor dem Release: Was du vor dem Upload prüfen solltest

Wenn der Master aus dem Studio zurückkommt, ist die Versuchung groß, ihn sofort hochzuladen. Ein Fehler, der jetzt durchrutscht, bleibt aber lange sichtbar: ein Knacksen am Ende, ein verzerrter Refrain auf dem Handy, ein Tippfehler im Titel. Manches davon lässt sich nach der Auslieferung nur mühsam oder gar nicht mehr korrigieren. Dieser Master-Check geht die Punkte durch, die du vor dem Upload selbst prüfen kannst, und erklärt, was davon bei OGRECORDS™ zusätzlich automatisch kontrolliert wird.

Die Datei: Format, Export und die Ränder

Für den Upload brauchst du eine verlustfreie Datei: WAV, FLAC oder AIFF. Exportiere den Master direkt aus der Session oder nimm die Datei, die du vom Mastering bekommen hast. Eine Datei, die zwischendurch einmal als MP3 gespeichert war, wird durch die Umwandlung zurück in WAV nicht besser. Was beim MP3 verloren ging, bleibt verloren.

Hör dir dann ganz bewusst die ersten und letzten Sekunden an. Fängt der Song zu spät an, weil vorne Stille steht? Endet er abrupt oder mit einem Klick, weil der Fade abgeschnitten wurde? Solche Kleinigkeiten fallen in der DAW kaum auf, auf einer Playlist hört sie jeder. Prüf auch, ob du wirklich die finale Version exportiert hast und nicht einen älteren Bounce mit ähnlichem Dateinamen.

Lautheit und True-Peak

Spotify gleicht die Lautstärke von Songs an und zielt dabei auf etwa -14 LUFS. Ein Master, der viel lauter ist, wird also leiser abgespielt und klingt dann oft flacher als einer mit mehr Dynamik. Du musst keine bestimmte Zahl exakt treffen, aber du solltest wissen, wo dein Track liegt. Mit unserem kostenlosen LUFS-Checker misst du das direkt im Browser, und im Glossar erklären wir, was LUFS bedeutet.

Genauso wichtig ist der True-Peak. Liegen die Spitzen zu nah an 0 dB, kann es bei der Umwandlung in die Formate der Streamingdienste zu Verzerrungen kommen, auch wenn deine Datei selbst sauber klingt. Viele Mastering-Ingenieure lassen deshalb etwa 1 dB Abstand. Bei OGRECORDS™ läuft vor jeder Auslieferung ein automatischer Audio-Check, der Datei, Lautheit und True-Peak prüft. Dein eigenes Ohr ersetzt er aber nicht.

Der Hörtest auf echten Geräten

Hör den Master nicht nur auf deinen Studiomonitoren. Die meisten Leute streamen über Handylautsprecher, günstige Kopfhörer oder im Auto. Spiel den Track über mindestens zwei dieser Wege ab und achte darauf, ob der Bass verschwindet, ob die Stimme verständlich bleibt und ob irgendetwas scharf oder verzerrt klingt.

Hilfreich ist ein Vergleich mit einem Referenztrack aus deinem Genre. Bring beide auf eine ähnliche Lautheit, sonst klingt der lautere automatisch besser. Dann hörst du ehrlich, wo dein Master steht. Notier dir, was dir auffällt, und entscheide bewusst, ob du noch einmal ins Mastering gehst. Nach der Auslieferung lässt sich die Audiodatei in den Stores in der Regel nicht einfach austauschen.

Cover und Schreibweisen noch einmal ansehen

Das Cover muss mindestens 3000 × 3000 Pixel haben und als JPG oder PNG vorliegen. CMYK-Dateien wandeln wir automatisch in RGB um. Abgelehnt werden Cover mit URLs, Social-Handles oder Preisen. Schau dir das Bild außerdem in Briefmarkengröße an, so erscheint es in den meisten Apps. Alle Regeln findest du in unserem Artikel zu den Cover-Anforderungen der Stores.

Lies danach jeden Text Buchstabe für Buchstabe: Songtitel, Künstlername, Namen der Gäste. Steht auf dem Cover ein Titel, sollte er zu dem passen, den du in den Metadaten einträgst. Ein Unterschied zwischen Bild und Metadaten ist einer der Punkte, an denen Stores nachfragen oder ablehnen.

Metadaten, Credits und Codes

Die Metadaten entscheiden, wo dein Song auftaucht und wer an ihm verdient. Pro Track brauchst du mindestens einen Composer und einen Lyricist, Apple Music verlangt zusätzlich Credits für Performance und Produktion. Songwriter stehen mit Klarnamen drin, Produzenten dürfen ihren Künstlernamen nutzen. Außerdem gibst du pro Track und fürs Cover an, ob und wie viel KI beteiligt war.

Jede Aufnahme bekommt eine ISRC, jeder Release einen UPC. Bei OGRECORDS™ vergeben wir beide automatisch. Wurde die Aufnahme schon einmal veröffentlicht, trägst du ihre bestehende ISRC ein, denn dieselbe Aufnahme behält ihren Code. Bindestriche entfernen wir dabei automatisch. Was genau eine ISRC ist, steht im Glossar. Wenn alles stimmt, geht der Release an 38 Stores in mehr als 240 Territorien.

Nimm dir für den Master-Check eine halbe Stunde, bevor du bei OGRECORDS™ hochlädst. Das ist weniger Arbeit als jede Korrektur danach.

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Master-Check: Das prüfst du vor dem Upload