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RATGEBER · MUSIK VERÖFFENTLICHEN

Musik veröffentlichen: So kommt dein Song auf Spotify & Co.

Einen eigenen Song zu veröffentlichen ist heute kein Privileg von Labels mehr. Du brauchst ein fertiges Master, ein Cover, saubere Angaben zu den Beteiligten und einen digitalen Musikvertrieb, der deinen Release an die Plattformen liefert. Dieser Ratgeber zeigt dir den ganzen Weg — von der Datei bis zum Release-Tag.

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IN 7 SCHRITTEN

Song veröffentlichen: der Ablauf Schritt für Schritt.

  1. 01

    Master und Cover vorbereiten

    Exportiere deinen fertig gemasterten Track als WAV, FLAC oder AIFF in mindestens 44,1 kHz und 16 Bit — MP3 akzeptieren die Stores nicht. Das Cover muss quadratisch sein, mindestens 3000 × 3000 Pixel groß, und darf keine Links, Preise, Social-Handles oder fremden Logos enthalten.

  2. 02

    Musikvertrieb auswählen

    Spotify, Apple Music und die anderen Plattformen nehmen keine Uploads von Privatpersonen an. Du brauchst einen digitalen Musikvertrieb, der deine Musik per DDEX ausliefert. Vergleiche vor allem das Preismodell, ob der Vertrag non-exklusiv ist und ob du jederzeit kostenlos wechseln kannst.

  3. 03

    Metadaten eintragen

    Titel, Artist-Name, Genre, Sprache und die Kennzeichnung für explizite Inhalte müssen exakt stimmen — die Stores übernehmen sie genau so. Schreib Features nicht in den Songtitel, sondern trage sie als Featured Artist ein, und nenne Komponist:innen und Texter:innen mit ihrem echten Namen.

  4. 04

    ISRC und UPC vergeben

    Jeder Track braucht einen ISRC, jeder Release einen UPC. Hast du einen Song schon einmal veröffentlicht, nimm den bestehenden ISRC mit — sonst beginnen Streams und Playlist-Historie bei null. Neue Codes vergibt dein Vertrieb in der Regel automatisch.

  5. 05

    Release-Datum festlegen

    Plane mindestens drei bis vier Wochen Vorlauf ein. Die Stores selbst brauchen meist nur wenige Tage, aber für Pre-Save-Kampagnen und das Pitching an redaktionelle Playlists zählt jeder Tag vor dem Release. Veröffentlicht wird weltweit traditionell freitags um Mitternacht.

  6. 06

    Pre-Save und Pitching starten

    Mit einem Pre-Save-Link merken sich Fans deinen Song vor, und er landet am Release-Tag automatisch in ihrer Bibliothek — genau die frühen Signale, auf die der Spotify-Algorithmus achtet. Parallel reichst du den Track über Spotify for Artists für redaktionelle Playlists ein; über Playlist-Pitching geht das auch gezielt an weitere Kurator:innen.

  7. 07

    Release-Tag und danach

    Am Release-Tag teilst du einen Smart Link, der auf alle Plattformen führt. Danach beobachtest du Streams und Playlist-Aufnahmen, rechnest die Einnahmen über Royalty-Splits mit allen Beteiligten ab und meldest deine Kompositionen bei der GEMA an, damit auch die Autoren-Tantiemen ankommen.

RATGEBER

Alles, was du vor dem ersten Release wissen solltest.

Was du zum Veröffentlichen brauchst

Die Checkliste ist kürzer, als viele denken: ein Master in Store-Qualität, ein Cover im richtigen Format, die Rechte an Aufnahme und Komposition sowie vollständige Credits. Samples, Beats aus Online-Stores und Cover-Versionen brauchen eine nachweisbare Lizenz — die Stores prüfen das inzwischen genau und nehmen Releases ohne Nachweis wieder offline.

Außerdem brauchst du einen Artist-Namen, der eindeutig ist. Gibt es auf Spotify bereits jemanden mit demselben Namen, landen deine Songs sonst schnell auf dem falschen Profil. Hast du schon ein Artist-Profil, gib beim Upload die bestehende Spotify- und Apple-Music-ID an.

Was kostet es, Musik zu veröffentlichen?

Digitale Vertriebe arbeiten mit drei Modellen: Jahresabo, Pauschale pro Release oder Revenue-Share, bei dem der Vertrieb einen Anteil deiner Einnahmen erhält. Beim Revenue-Share fallen vorab keine Kosten an — du zahlst nur, wenn deine Musik tatsächlich Geld einspielt. Den Vergleich der Modelle findest du unter Was kostet ein Musikvertrieb?, unsere Konditionen auf /pricing.

Dazu kommen Kosten, die mit dem Vertrieb nichts zu tun haben: Mixing und Mastering, Cover-Gestaltung und gegebenenfalls Promotion. Wer mit wenig Budget startet, sollte zuerst in ein sauberes Master investieren — ein schwacher Mix lässt sich nachträglich mit keinem Marketing ausgleichen.

Wie lange dauert es, bis mein Song online ist?

Nach dem Einreichen prüft der Vertrieb deinen Release, danach liefern die Stores unterschiedlich schnell aus: Spotify und Apple Music oft innerhalb von ein bis drei Tagen, YouTube Music und kleinere Plattformen teils bis zu einer Woche. Für einen festen Release-Tag solltest du diese Spanne nicht ausreizen, sondern mit Vorlauf planen.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Einreichen und Veröffentlichen: Du reichst den Release Wochen vorher ein und legst ein Datum fest, an dem er überall gleichzeitig live geht. Genau diese Zeit nutzt du für Pre-Saves, Pitching und Content für Social Media.

Musik ohne Label veröffentlichen

Ein Plattenvertrag ist für die Veröffentlichung nicht nötig. Labels finanzieren Produktion und Marketing vor und erhalten dafür meist die Rechte an den Aufnahmen und einen großen Teil der Einnahmen. Als Self-Publisher behältst du deine Master und entscheidest selbst über Releases, Preise und Kooperationen — dafür liegt die Vermarktung bei dir.

Viele Werkzeuge, die früher Labels vorbehalten waren, gibt es heute direkt beim Vertrieb: Pre-Save-Kampagnen, Playlist-Pitching, YouTube Content ID, Sync-Lizenzierung und sogar ein Vorschuss auf zukünftige Royalties.

Eigene Musik verkaufen: Streaming, Downloads und Lizenzen

Mit einem Release verdienst du an mehreren Stellen: an Streams auf Spotify, Apple Music und Co., an Downloads in Stores wie iTunes und Amazon, an der Nutzung deiner Musik in Videos auf YouTube, TikTok und Instagram sowie an Lizenzen für Werbung, Film und Games. Was ein einzelner Stream einbringt, zeigt die Übersicht Wie viel zahlt Spotify pro Stream?.

Die Einnahmen aus der Aufnahme rechnet dein Vertrieb ab. Die Einnahmen aus der Komposition — also für Songwriting und Text — laufen getrennt über Verwertungsgesellschaften wie die GEMA. Wer beide Seiten anmeldet, verschenkt kein Geld.

Die häufigsten Fehler beim ersten Release

Zu kurzer Vorlauf, fehlende oder falsch geschriebene Credits, Features im Songtitel, ein Cover mit Text in zu kleiner Schrift und Samples ohne Lizenz sind die Klassiker. Ebenso häufig: ein neuer ISRC für einen Song, der schon veröffentlicht war, oder ein Artist-Name, der mit einem bestehenden Profil verwechselt wird.

Der Release-Wizard von OGRECORDS prüft viele dieser Punkte automatisch, bevor du einreichst — von der Audio-Qualität über das Cover-Format bis zu den Pflichtangaben für die Stores.

FAQ

Häufige Fragen zum Veröffentlichen.

Ja, ohne Vorabkosten: Vertriebe mit Revenue-Share-Modell verlangen keine Gebühr für den Upload, sondern einen Anteil an den späteren Einnahmen. Bei OGRECORDS gibt es weder Abo noch Kosten pro Release — Details auf /pricing.

Dein erster Release, in unter einer Stunde eingereicht.

Upload, Metadaten, Stores, Datum — der Wizard führt dich durch jeden Schritt und prüft deinen Release, bevor er rausgeht.

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