Musik bei Playlists pitchen: So reichst du deinen Song richtig ein
Ein Song, der in den Stores steht, wird nicht von allein gefunden. Playlists sind einer der wichtigsten Wege zu neuen Hörern, und in viele davon kommst du nur, wenn du dich aktiv bewirbst. Dieses Bewerben heißt Pitching. Hier geht es darum, wie Playlist Pitching praktisch funktioniert: welche Wege es gibt, was in einen guten Pitch gehört, welche Fristen gelten und welche Angebote du besser meidest.
Zwei Wege: Redaktion und Kuratoren
Es gibt grob zwei Arten von Playlists. Die einen pflegen die Redaktionen der Streamingdienste selbst, bei Spotify zum Beispiel New Music Friday oder die vielen Genre-Playlists. Die anderen gehören unabhängigen Kuratoren: Blogs, Labels, Radiomachern oder einfach Musikfans mit vielen Followern.
Für beide gibt es unterschiedliche Wege. Bei der Spotify-Redaktion reichst du selbst über Spotify for Artists ein, das ist kostenlos. Unabhängige Kuratoren erreichst du per Nachricht oder über einen Pitching-Service. Das eine schließt das andere nicht aus. Wer ernsthaft pitcht, macht beides.
Der Pitch über Spotify for Artists, Schritt für Schritt
Damit du pitchen kannst, muss dein Release bei Spotify angekommen sein und in Spotify for Artists als kommender Release erscheinen. Deshalb ist der frühe Upload so wichtig. Spotify nimmt Pitches nur an, wenn bis zum Release mindestens sieben Tage bleiben. Mehr Vorlauf ist besser, denn die Redaktion plant ihre Playlists nicht erst am Tag davor. Du kannst immer nur einen unveröffentlichten Song gleichzeitig pitchen, bei einer EP also den stärksten.
Im Formular gibst du unter anderem Genre, Stimmung und Instrumente an und schreibst einen Beschreibungstext mit höchstens 500 Zeichen. Nimm die Auswahlfelder ernst, denn danach sortiert die Redaktion. Wähl die Genres, die wirklich passen, statt möglichst breit zu streuen. Ein Song, der überall ein bisschen hineinpasst, passt am Ende nirgends richtig.
Rechne nach dem Absenden nicht mit einer Antwort. Eine Absage bekommst du in der Regel nicht. Ob der Song aufgenommen wurde, siehst du später daran, dass er in Spotify for Artists bei den Playlists auftaucht. Lass dich davon nicht entmutigen und pitche beim nächsten Release wieder, denn jede Einreichung wird neu angehört.
Was in den Pitch-Text gehört
500 Zeichen sind wenig, also schreib nur, was die Redaktion nicht schon aus den Auswahlfeldern weiß. Gut funktionieren konkrete Angaben: worum es im Song geht, wie er entstanden ist, wofür er sich eignet (Workout, Nachtfahrt, Sonntagmorgen) und mit welchen bekannten Artists er sich vergleichen lässt. Dazu gehört, was du selbst für den Release tust, etwa geplante Clips, ein Video oder Auftritte.
Weglassen kannst du Superlative wie bester Song des Jahres, Sätze über Leidenschaft und Herzblut und deine komplette Biografie. Die Redaktion bekommt jede Woche sehr viele Einreichungen. Ein sachlicher Text, der in zwei Sätzen sagt, wohin der Song gehört, hilft ihr mehr als drei Absätze Begeisterung. Lies den Text vor dem Absenden einmal laut, dann fallen leere Sätze von selbst auf.
Welche Angebote du meiden solltest
Angebote, die dir gegen Geld eine bestimmte Zahl an Streams oder einen garantierten Platz auf einer Playlist versprechen, solltest du meiden. Spotify verbietet künstlich erzeugte Streams ausdrücklich, und die Folgen treffen deinen Song, nicht den Anbieter. Sie reichen bis zur Entfernung des Songs. Seriöses Pitching verkauft eine Prüfung durch Menschen, keine Platzierung.
Ein gutes Warnzeichen sind Zusagen, die zu konkret klingen: so viele Streams in so vielen Tagen, Platz garantiert. Niemand kann für eine Redaktion oder einen unabhängigen Kurator entscheiden. Wenn dir das trotzdem jemand verspricht, ist entweder das Versprechen falsch oder die Streams sind es.
Playlist-Pitching bei OGRECORDS™
Wenn du nicht selbst Kuratoren anschreiben willst, kannst du bei OGRECORDS™ unser Playlist-Pitching buchen. Es kostet 50 € pro Track, der Einsendeschluss liegt 21 Tage vor dem Release, und eine Erfolgsgarantie gibt es aus den Gründen von oben nicht. Am Montag nach dem Release bekommst du die Auswertung. Plane den Release-Tag so, dass die 21 Tage reichen. Wie das zeitlich aufgeht, zeigt unser Release-Plan.
Playlists sind nicht der einzige Weg zu neuen Hörern. Mit Spotify Discovery Mode gibst du Songs für mehr Empfehlungen in Radio und Autoplay frei. Auf die Streams, die darüber kommen, bekommst du 30 % weniger, alle anderen Streams bleiben unberührt. Und für Film, Werbung oder Games gibt es unsere Sync-Vermittlung mit 15 % Provision.
Lade deinen Song früh bei OGRECORDS™ hoch, damit für den Pitch bei Spotify und bei Kuratoren genug Zeit bleibt.