Warum gute Musik untergeht und was du vor dem Release dagegen tust
Du hast monatelang an einem Song gearbeitet, er klingt gut, und nach dem Release passiert fast nichts. Das erleben sehr viele Artists, und meistens liegt es nicht an der Musik. Gute Musik geht unter, wenn niemand früh genug davon erfährt: weder die Redaktionen der Streamingdienste noch deine eigenen Hörer. In diesem Artikel geht es um die vier Stellen, an denen Releases am häufigsten Reichweite verlieren, und was du an jeder davon konkret tun kannst.
Fehler 1: Der Song kommt zu spät in den Vertrieb
Viele laden ihren Track hoch und wählen das frühestmögliche Datum. Bei OGRECORDS™ ist das 5 Werktage ab heute, und technisch reicht das für die Auslieferung an die Stores. Für Aufmerksamkeit reicht es nicht. Das Pitch-Tool in Spotify for Artists verlangt mindestens 7 Tage Vorlauf, sonst kannst du den Song gar nicht bei der Redaktion einreichen. Ein Song, der dort mit genug Vorlauf gepitcht wurde, landet außerdem am Release-Tag im Release Radar deiner Follower. Fehlt der Vorlauf, fällt beides weg.
Plane deshalb mindestens drei bis vier Wochen zwischen Upload und Release-Datum ein. Willst du unser Playlist-Pitching nutzen, ist das ohnehin Pflicht: Der Einsendeschluss liegt 21 Tage vor dem Release. Pitching kostet 50 € pro Track, eine Platzierung garantiert niemand, und die Auswertung bekommst du am Montag nach dem Release.
Fehler 2: Niemand weiß, dass etwas kommt
Ein einzelner Post am Release-Tag geht im Feed unter. Wer will, dass Leute am ersten Tag reinhören, muss vorher zeigen, dass etwas kommt. Teile in den Wochen davor kurze Ausschnitte aus dem Song, Bilder aus dem Studio oder die Geschichte hinter dem Text auf TikTok und Instagram. Es geht nicht um perfekte Clips, sondern darum, dass deine Hörer den Song schon kennen, bevor er erscheint.
Jeder dieser Posts braucht einen Link, über den Fans etwas tun können. Dafür gibt es Pre-Save: Hörer speichern den Song vorab und haben ihn am Release-Tag automatisch in ihrer Bibliothek. Bei OGRECORDS™ ist Pre-Save ab der Einreichung automatisch aktiv. Je früher du einreichst, desto länger kannst du also Pre-Saves sammeln. Was dahinter steckt, erklärt der Glossar-Eintrag zu Pre-Save.
Fehler 3: Ein Link pro Plattform statt ein Link für alle
Wenn du in deiner Bio nur einen Spotify-Link hast, verlierst du alle, die Apple Music, Amazon Music oder Deezer nutzen. Ein Smart Link löst das: eine einzige Adresse, auf der jeder Hörer seinen eigenen Dienst auswählt. Vor dem Release führt derselbe Link zum Pre-Save, danach zu den Stores.
Smart Links unter ogr.fm sind bei OGRECORDS™ ohne Aufpreis inklusive. Du kannst den Link deines Releases in Bio, Story, Newsletter und Pressemail verwenden. Mehr dazu auf der Seite zu Smart Links.
Fehler 4: Presse und Blogs mit zu viel und zu wenig
Musikredaktionen bekommen sehr viele Einsendungen. Lange Biografien und Sätze wie „einzigartiger Sound“ überspringen sie. Schreib kurz und konkret: wer du bist, welches Genre, mit wem man dich vergleichen kann, warum dieser Song jetzt erscheint und wann. Eine Handvoll Sätze reicht.
Pack alles, was jemand für einen Beitrag braucht, in eine Nachricht: einen privaten Hörlink, das Cover in voller Größe, ein Pressefoto, die Bio und deine Kontaktdaten. Keine großen Dateianhänge, sondern ein Link zu einem geordneten Ordner. Und schick die Mail mit Vorlauf, nicht am Release-Tag. Redaktionen planen ihre Beiträge im Voraus.
Such dir lieber zehn passende Blogs, Playlists oder Radiosendungen in deinem Genre aus, als hundert zufällige Adressen anzuschreiben. Lies vorher, was dort sonst vorgestellt wird, und sprich die Person mit Namen an. Eine kurze, persönliche Mail an die richtige Stelle bringt mehr als ein Rundschreiben an alle.
Nach dem Release: auswerten statt raten
Die Arbeit hört am Release-Freitag nicht auf. Schau dir in den Tagen danach an, in welchen Ländern gehört wird, welche Stores die meisten Streams bringen und ob deine Pre-Save-Aktion etwas bewirkt hat. Bei OGRECORDS™ siehst du deine Streaming-Statistiken im Dashboard und in der kostenlosen App für iOS und Android. Die Stores melden mit 1 bis 3 Tagen Verzögerung, die letzten Tage sind also noch unvollständig.
Aus diesen Zahlen planst du den nächsten Song: Welcher Kanal hat funktioniert, wo lohnt sich mehr Aufwand, wann war das Interesse am größten? Ein fester Release-Plan mit Fristen hilft dir, das beim nächsten Mal von Anfang an richtig zu machen. Und weil OGRECORDS™ kein Abo und keine Gebühr pro Release verlangt, sondern 10 % Revenue-Share, kostet dich jeder weitere Song erst etwas, wenn er Geld verdient.
Reich deinen nächsten Song mit drei bis vier Wochen Vorlauf bei OGRECORDS™ ein und nutze die Zeit für Pitch und Pre-Save.