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23. September 2026· 2 Min. LesezeitRoyalties & Splits

Artist-Tipp: Splits zuerst klären – vor dem Upload

Der Beat steht, die Vocals sitzen perfekt im Mix und das Master klingt wuchtig. In der Euphorie der Studiosession gerät die Bürokratie schnell in Vergessenheit. Doch genau hier beginnt der eigentliche Release-Stress: Wenn niemand schriftlich festgehalten hat, wer welche Anteile an Text, Komposition und Master hält.

Schritt 1: Das Split Sheet direkt nach der Session

Verlasse den Raum niemals ohne ein unterschriebenes Dokument. Sobald der Song die Runde macht oder auf Social Media antestet, ändern sich Erinnerungen und Erwartungen. Ein Split Sheet muss kein juristisches Meisterwerk sein: Ein einfaches Blatt Papier oder eine Notiz-App mit Datum, Songtitel, den prozentualen Anteilen und den Unterschriften aller Beteiligten reicht völlig aus.

Unterscheide dabei klar zwischen zwei Ebenen: dem Urheberrecht (Komposition und Text) und den Leistungsschutzrechten an der Tonaufnahme (Master). Während Produzenten und Musiker oft an beiden Töpfen beteiligt sind, müssen die Anteile für die Verwertungsgesellschaften und die Streaming-Einnahmen separat definiert werden.

Schritt 2: Klarnamen und IPI-Nummern statt Pseudonyme

Künstlernamen gehören auf das Cover, in die Spotify-Bio und in die Marketing-Kampagne. Für Verwertungsgesellschaften wie die GEMA oder internationale Pendants sind sie jedoch wertlos. Wenn du ein Split Sheet ausfüllst, müssen dort die vollständigen bürgerlichen Namen aller Beteiligten stehen, ergänzt durch deren persönliche IPI-/CAE-Nummer.

Fehlen diese Angaben, landen Tantiemen aus Radioeinsätzen, Live-Auftritten oder internationalem Streaming in sogenannten Verteilungskonflikten oder im Nirgendwo. Sobald Geld im System blockiert ist, dauert die Nachrecherche oft Monate oder Jahre. Präzise Metadaten sind bares Geld.

Schritt 3: Schutz vor emotionalem Streit bei Erfolg

Solange ein Track null Streams hat, interessiert sich selten jemand für 10 Prozent. Geht der Song jedoch viral oder landet in reichweitenstarken Playlists, wird Geld schlagartig emotional. Ohne schriftliche Vereinbarung reichen mündliche Absprachen vor Gericht oder gegenüber DSPs nicht aus, um Unterlassungsansprüche abzuwehren.

Ein unzufriedener Co-Autor oder Beatmaker kann im schlimmsten Fall einen Takedown auf Plattformen wie Spotify oder Apple Music veranlassen. Der Release wird gesperrt, der mühsam aufgebaute Algorithmus-Schwung ist verloren. Wer Splits vor dem Upload schriftlich festhält, schützt Freundschaften, kreative Netzwerke und den Release.

Automatisierte Auszahlung statt manuellem Überweisungschaos

Hast du die Anteile geklärt, folgt die technische Umsetzung bei der Distribution. Anstatt jeden Monat Cent-Beträge manuell an drei Mitwirkende zu überweisen und Abrechnungen zu tippen, nutzt du automatisierte Royalty-Splits. Bei OGRECORDS hinterlegst du unter /royalty-splits beliebig viele Empfänger direkt pro Track oder für das gesamte Release.

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Artist-Tipp: Royalty-Splits vor dem Upload klären