Was ist UGC-Monetarisierung?
UGC-Monetarisierung bedeutet, dass du Geld verdienst, wenn andere Menschen deine Musik in ihren eigenen Videos verwenden — in TikToks, Instagram-Reels, Facebook-Videos oder YouTube-Videos und Shorts. UGC steht für User Generated Content. Damit das funktioniert, muss dein Vertrieb deine Songs in die Musikbibliotheken dieser Plattformen und an YouTube Content ID liefern. Dann werden Nutzungen erkannt und vergütet, statt nur Reichweite zu bringen.
Wie verdiene ich Geld mit Musik auf TikTok und Instagram?
TikTok, Instagram und Facebook haben Lizenzverträge mit Rechteinhabern und Vertrieben. Wird dein Song über deinen Vertrieb in die Musikbibliothek geliefert, können Nutzer ihn als Sound in ihre Videos einbauen. Die Plattformen zahlen dafür aus Lizenztöpfen, die nach Nutzung verteilt werden — nicht pro Stream wie bei Spotify. Die Beträge pro einzelnem Video sind meist klein; interessant wird es, wenn ein Sound von vielen Creators aufgegriffen wird. Dazu kommt der indirekte Effekt: Ein viraler Sound führt oft zu mehr Streams auf den Musik-Plattformen.
YouTube: Content ID und Shorts
Auf YouTube läuft die Monetarisierung über Content ID. Dein Vertrieb liefert deine Aufnahmen als Referenzen; nutzt ein Video deine Musik, wird es erkannt und die Werbeeinnahmen werden dir anteilig zugeordnet. Shorts werden über ein eigenes Modell vergütet, bei dem ein Teil der Erlöse an die Musikrechteinhaber geht. Du musst dafür keine Videos suchen oder melden — die Erkennung passiert automatisch.
Der Ausschnitt entscheidet auf TikTok
Auf TikTok wird meist ein kurzer Ausschnitt deines Songs als Sound genutzt. Welcher Teil das ist, entscheidet mit darüber, ob ein Sound funktioniert: Ein Hook, der in den ersten Sekunden trägt, wird eher aufgegriffen als ein langes Intro. Bei OGRECORDS™ legst du beim Anlegen des Releases fest, welcher Ausschnitt auf TikTok als Clip erscheint. Instagram und Facebook erhalten in der Regel den ganzen Song für ihre Musikbibliothek.
Rechte-Fallen: Wann du UGC-Monetarisierung besser auslässt
UGC-Plattformen und Content ID setzen voraus, dass du die Rechte an der Aufnahme exklusiv hältst. Hast du einen Beat nicht-exklusiv lizenziert — etwa einen sogenannten Type Beat, den auch andere Artists nutzen —, erkennt das System womöglich fremde Songs mit demselben Beat als deine Musik. Das führt zu Streit um Claims und im schlimmsten Fall zur Sperre. Dasselbe gilt für nicht geklärte Samples. Kläre die Rechte vorher; im Zweifel liefere den Track nicht an Content ID.
UGC, Sync und Streaming — drei verschiedene Geldquellen
UGC-Vergütung ist nicht dasselbe wie eine Sync-Lizenz: Bei Sync verhandelst du einzeln über eine bestimmte Nutzung, etwa in einem Werbespot, und bekommst eine feste Gebühr. UGC ist massenhaft, automatisch und pro Nutzung klein. Beides ergänzt die Streaming-Royalties. Im Musikvertrieb von OGRECORDS™ gehen deine Releases neben den Streaming-Diensten auch an die UGC-Plattformen und an Content ID.
Häufige Fragen
Zahlt TikTok pro Video, das meinen Sound nutzt?
TikTok vergütet Musik über Lizenzverträge mit Rechteinhabern und Vertrieben. Das Geld wird nach Nutzung verteilt, es gibt aber keinen festen, öffentlich garantierten Betrag pro Video. Die Abrechnung erscheint über deinen Vertrieb.
Wie kommt mein Song in die Instagram-Musikbibliothek?
Über deinen Musikvertrieb. Wählst du beim Release Instagram und Facebook als Plattformen aus, wird der Song in die Musikbibliothek von Meta geliefert und kann dort in Reels und Stories verwendet werden.
Kann ich mit fremden Videos, die meine Musik nutzen, Geld verdienen?
Ja, über Content ID auf YouTube und die Musikbibliotheken von TikTok und Meta. Voraussetzung ist, dass du die Rechte an der Aufnahme hältst und dein Vertrieb den Song an diese Systeme liefert.
Warum bekomme ich einen Claim auf mein eigenes Video?
Meist, weil ein Beat oder Sample nicht exklusiv ist und jemand anderes denselben Inhalt registriert hat — oder weil dein Vertrieb deinen Song an Content ID liefert und du ihn selbst hochlädst. Im zweiten Fall lässt sich dein eigener Kanal freischalten.
Kann ich verhindern, dass jemand meine Musik auf TikTok nutzt?
Wenn dein Song in der Musikbibliothek ist, kann ihn grundsätzlich jeder verwenden — genau das ist der Sinn. Willst du das nicht, wähle die UGC-Plattformen beim Release ab. Einzelne problematische Videos lassen sich über die Meldewege der Plattform melden.
Veröffentliche deinen nächsten Release richtig.
ISRC, UPC, Credits und Metadaten erledigt der Release-Wizard für dich — ausgeliefert an Spotify, Apple Music, TikTok und alle weiteren Stores.